Den Garten auf Vordermann bringen

Wer seinen Garten auf Vordermann bringen möchte, muss sich beeilen, denn der große Holzschnitt ist nur bis März möglich. „Wir haben im Januar mit dem Rückschnitt begonnen, um rechtzeitig fertig zu sein. Denn im März beginnt die Nistzeit der Vögel und es dürfen nur noch Rosen- und Staudenpflanzen gestutzt werden“, sagt Hermann Wessels, Gärtnermeister bei den Werkstätten Karthaus. Die Teams aus dem Garten- und Landschaftsbau der WfbM lichten mit Scheren, Hand- und Motorsägen Gehölz, damit Hecken und Bäume gesund bleiben und jung wieder austreiben. Zum Teil müssen die Gartenhelfer das Gehölz „auf Stock“ setzen. Die Stammäste treiben erneut aus. Bäume und Sträucher wachsen dichter. Insbesondere Obstbäume sind regelmäßig auszuästen. „Alte Triebe müssen rausgenommen werden, da sie nicht mehr wachsen. Sie tragen zwar viele Blüten, aber die Früchte haben keine gute Qualität. Die jungen Äste bleiben und entwickeln sich. Sie tragen dann im folgenden Jahr Frucht“, weiß Hermann Wessels.

Der Geschmack der eigenen Früchte ist ihm sehr wichtig, denn die Gärtnerei beliefert den hauseigenen Naturkostladen. Als Bioland-Gärtnerei setzen er und sein Mitarbeiter auf alternative Methoden, um die Produkte vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. „Wir bauen heimische Sorten an. Die Obstbaumplantage vor den Haus Jakob ist unser großer Stolz“, verrät Wessels. Hier ist ein Bienenvolk angesiedelt, das die Blüten bestäubt. Alle freuen sich schon, wenn sich die ersten Knospen zeigen und sich im Herbst, eine ertragreiche Ernte ankündigt.

 

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