Berufliche und gesellschaftliche Integration.

Wir ermöglichen Menschen mit Behinderung eine passende Arbeit.

Als Werkstatt für Menschen mit Behinderung haben wir die Aufgabe, Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung in unseren Werkstätten zu beschäftigen, zielgerichtet zu qualifizieren und - wenn möglich - für eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu befähigen.  

Für die Beschäftigten mit Behinderung ist die Arbeit ein elementar wichtiger Schritt in ein selbstbestimmtes Leben und drückt sich durch hohe Motivation und Identifikation mit dem Betrieb und den Aufgaben aus – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Für die Beschäftigten mit Behinderung ist die Arbeit ein elementar wichtiges Kriterium für selbstbestimmtes Leben und drückt sich durch hohe Motivation und Identifikation mit dem Betrieb und den Aufgaben aus – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Berufliche Bildung

Mit Aufnahme in die Werkstätten Karthaus erhält der behinderte Mensch zunächst die Möglichkeit, die Einrichtung kennenzulernen und sich beruflich zu orientieren. Im Anschluss daran erfolgt eine gezielte, fachliche Qualifizierung.

 

Aufnahmevoraussetzungen und -verfahren

Das Angebot der Werkstätten Karthaus richtet sich an erwachsene Menschen, die aufgrund einer geistigen, psychischen oder mehrfachen Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können.

  • Die Aufnahme in die Werkstätten Karthaus erfolgt auf Antrag.
  • Über den Antrag entscheidet der Fachausschuss der Vertreter der Werkstätten Karthaus, der der Agentur für Arbeit und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe angehört.
  • Grundlage für die Vorstellung im Fachausschuss sind ein persönliches Beratungsgespräch und vorliegende ärztliche Gutachten.
  • Der Einzugsbereich der Werkstätten Karthaus umfasst die Stadt Dülmen und die dazugehörigen Gemeinden. Für das HID erweitert sich das Einzugsgebiet bis Haltern.

 

Berufliche Bildung und Angebote der Rehabilitation

Im Anschluss an das dreimonatige Eingangsverfahren folgt in der Regel eine 24-monatige Berufsbildungsmaßnahme. Schwerpunkte dieser Maßnahme sind:

  • Vermittlung arbeitsbezogener und berufsspezifischer Kenntnisse und Fähigkeiten.
  • Berufliche Orientierung durch Praktika in Fachbereichen der Werkstätten Karthaus oder in Betrieben des Allgemeinen Arbeitsmarktes.
  • Fachliche Qualifizierung in einem Arbeitsfeld der Werkstätten Karthaus.

Nach Beendigung der Berufsbildungsmaßnahme wird der Beschäftigte in der Regel in den Arbeitsbereich der Werkstätten Karthaus übernommen. Die weitergehende Förderung erfolgt dann in einem ausgewählten Fachbereich.

Durch vielfältige Aufgabenschwerpunkte wird gewährleistet, dass die Beschäftigten an einem Arbeitsplatz eingesetzt werden, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Die Arbeitsplätze sind einerseits ausgerichtet an den individuellen Bedürfnissen, andererseits orientieren sie sich an den Strukturen des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Begleitende Maßnahmen ergänzen das Angebot der Werkstätten. Sie haben das Ziel, den Beschäftigten in seiner beruflichen, persönlichen und sozialen Kompetenz zu fördern. Das Spektrum reicht dabei von Sportkursen über kreative Angebote und allgemeinbildende Themen bis hin zu Exkursionen.

Kontaktaufnahme

Werkstätten Karthaus
Weddern 14a
48249 Dülmen

Hauptwerkstatt

Pädagogische Leiterin
Frau Simone Jasper
Tel. 02594 8932- 220
Fax: 02594 8932-206
jasper@werkstaetten-karthaus.de

HID –
Abt. für Menschen mit einer psychischen Behinderung

Frau Elke Scheinhardt
Sozialer Dienst
Tel. 02594 9451-20
Fax: 02594 9451-33
scheinhardt@hid-service.de

Arbeitsbereich

Ziel der Werkstätten Karthaus ist es, die Wünsche der Beschäftigten zu berücksichtigen und sie gemäß ihrer Fähigkeiten und Neigungen einzusetzen. Aus diesem Grund bieten wir zahlreiche Arbeitsfelder und eine individuelle Begleitung durch unsere Fachkräfte.

Durch längere Praktika und Erprobungsphasen werden in der Gemeinschaft die Stärken und Neigungen herausgefunden. So kann ein geeignetes Arbeitsumfeld für die Beschäftigten gefunden werden, das den Interessen entspricht.

 

Arbeitsfelder

Die Arbeitsplätze in den Werkstätten Karthaus sind einerseits ausgerichtet an den individuellen Bedürfnissen unserer Beschäftigten. Andererseits orientieren sie sich an den Strukturen des Allgemeinen Arbeitsmarktes.

Unsere Fachbereiche :

  • Textilverarbeitung
  • Druckerei
  • Büro/ Versand
  • Holzverarbeitung
  • Metallverarbeitung
  • Industriemontage und Verpackung
  • Bioland-Gärtnerei
  • Garten- und Landschaftspflege
  • Hauswirtschaft
  • Café Karthaus
  • Boutique Karthaus
  • Bioladen Karthaus

Fachbereiche für Menschen mit erhöhtem Betreuungs- und Hilfebedarf:

  • Fördergruppen
  • Montage- und Verpackungsgruppen
  • Arbeitstrainingsgruppe
  • Intensivförderung
Berufsbegleitende Förderung

Begleitung durch die Gruppenleiter

Der Beschäftigte wird im Arbeitsbereich durch den Gruppenleiter individuell angeleitet und betreut. Der Gruppenleiter ist der erste Ansprechpartner für den Beschäftigten und gibt neben der konkreten Förderung am Arbeitsplatz auch notwendige Hilfestellung im Bereich lebenspraktischer Fähigkeiten und in der Gestaltung des sozialen Miteinanders.

Begleitung durch den Sozialen Dienst

Die Mitarbeiterinnen des Sozialen Dienstes unterstützen und ergänzen die arbeitspädagogischen Maßnahmen. Dem Beschäftigten und auch seinen Angehörigen und gesetzlichen Betreuern stehen sie beratend zur Verfügung.

Gemeinsam mit dem Beschäftigten und den Gruppenleitern erörtern die Mitarbeiterinnen individuelle Fragestellungen und entwickeln Lösungen zu verschiedensten Themen.

Darüber hinaus halten sie Kontakt zu kooperierenden Einrichtungen wie Schulen, Wohngruppen und Betreuungsstellen.

Individuelle Zielplanung

Einmal jährlich erstellt der Gruppenleiter gemeinsam mit dem Beschäftigten eine individuelle Zielplanung, die fortlaufend umgesetzt und überprüft wird. Die Ziele liegen dabei beispielsweise in der Verbesserung der individuellen Handlungskompetenz und beruflichen Leistungsfähigkeit oder in der weiteren Entwicklung der Persönlichkeit.

Begleitende Angebote

Arbeitsbegleitende Maßnahmen

Begleitende Maßnahmen ergänzen das Angebot der Werkstätten Karthaus. Sie haben das Ziel, den Beschäftigten in seiner beruflichen, persönlichen und sozialen Kompetenz zu fördern. Die Kurse umfassen Themen wie handwerkliche und kulturelle Techniken, Allgemeinbildung oder Erste Hilfe.

Sportangebote

Die Sportlehrer der Werkstätten Karthaus bieten ein umfangreiches Sportangebot, an dem jeder Beschäftigte regelmäßig teilnehmen kann. Die Auswahl des Angebots erfolgt dabei anhand der Interessen und des individuellen Leistungsvermögens der Beschäftigten.

Krankengymnastik

Die Beschäftigten haben während der Arbeitszeit die Möglichkeit, sich von Mitarbeitern einer krankengymnastischen Praxis auf Rezept behandeln zu lassen.

 Angebote des Freizeitbereichs

Die Beschäftigten der Werkstätten Karthaus können an Veranstaltungen des Freizeitbereichs des Anna-Katharinenstifts Karthaus teilnehmen.

Feste und Feiern

Neben dem Arbeitsangebot bieten die Werkstätten Karthaus im Jahresverlauf bei verschiedenen Veranstaltungen wie dem Sommerfest oder dem Winterzauber die Möglichkeit zur Begegnung und zum gemeinsamen Feiern.

Kontaktaufnahme

Werkstätten Karthaus
Weddern 14a
48249 Dülmen

Hauptwerkstatt

Pädagogische Leiterin
Frau Simone Jasper
Tel. 02594 8932- 220
Fax: 02594 8932-206
jasper@werkstaetten-karthaus.de

Integrationsassistenz

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Beschäftigten auf die fachlichen und sozialen Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes vorzubereiten und bei persönlicher Eignung Übergänge in Betriebe zu gestalten. Unser langfristiges Ziel ist es, unsere Beschäftigten an einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz heranzuführen.

 

Klärung und Vorbereitung

Beschäftigte, die sich eine dauerhafte Integration auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wünschen und aus Sicht der Fachkräfte hierfür qualifiziert werden können, werden durch den Integrationsassistenten und den Sozialen Dienst der Werkstätten Karthaus unterstützt.

In intensiven Gesprächen werden Wünsche und Kompetenzen beleuchtet, mögliche Einsatzgebiete benannt und relevante Fragen geklärt. Im Anschluss daran kann die Planung eines Praktikums und die Kontaktaufnahme zu geeigneten Betrieben erfolgen.

Praktika und Ausgelagerte Arbeitsplätze

Praktika
Beschäftigte der Werkstätten Karthaus können ein Praktikum mit individuellem Zeitrahmen in einem Betrieb absolvieren. Hier haben sie die Möglichkeit, die Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes kennenzulernen und erworbene Kenntnisse anzuwenden. Der Beschäftigte und der Betrieb können darüber hinaus prüfen, ob das Leistungsniveau des Beschäftigten den Anforderungen entspricht und eine längerfristige Zusammenarbeit möglich ist.

Ausgelagerte Arbeitsplätze
An ein Praktikum kann sich die weitergehende Beschäftigung auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz im Betrieb anschließen. Der WfbM-Status und die damit verbundenen Rechte und Pflichten bleibt hierbei erhalten. Ziel ist es, durch betriebliche Qualifizierung - wenn möglich langfristig - den Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu gestalten.

Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis

Ist der Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis möglich, wird der Integrationsfachdienst (IFD) einbezogen. Dieser Fachdienst unterstützt die Eingliederung des Beschäftigten in den Betrieb und informiert den potentiellen Arbeitgeber über Fördermöglichkeiten.

Eine besondere Form der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung stellen Integrationsbetriebe dar. Sie sind juristisch selbstständige Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, die Menschen mit Behinderung dauerhaft einen Arbeitsplatz auf Basis regulärer Arbeitsverträge bieten.

Das „Hotel NeuHaus“ in Dortmund ist ein Integrationsbetrieb der Werkstätten Karthaus. Es ist barrierefrei konzipiert und stellt sich den Herausforderungen einer beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderung.